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International Coach Federation Deutschland

27.10.2011

EU erkennt gemeinsamen ICF- und EMCC-Verhaltenskodex offiziell an

„Meilenstein auf dem Weg zur Coaching-Professionalisierung auf europäischer
Ebene“

„Code of Conduct for Coaching and Mentoring“ hat freiwillige Selbstregulierung der Branche zum Ziel

Hamburg/Brüssel, 26. September 2011 – Die beiden größten europäischen Berufsverbände für Coaching und Mentoring, die International Coach Federation (ICF) und der European Mentoring and Coaching Council (EMCC), können einen ersten großen Erfolg ihrer Gemeinschaftsinitiative zur Professionalisierung der Coaching- und Mentoring-Branche verzeichnen: Der von den beiden  berufsständischen Organisationen im Juni dieses Jahres verfasste Verhaltenskodex „Code of Conduct for Coaching and Mentoring“ ist vor kurzem in die europäische Datenbank für Selbst- und Koregulierungsinitiativen aufgenommen und damit EU-seitig offiziell anerkannt worden (siehe: http://www.eesc.europa.eu/self-andcoregulation/full.asp?w=n&ID=142). Diese öffentlich zugängliche Datenbank wird von der Europäischen Kommission zusammen mit dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (http://www.eesc.europa.eu/?i=portal.de.home) betrieben.

Der gemeinsame ICF- und EMCC-Kodex – er stellt die erste derartige Initiative auf europäischer Ebene dar – richtet sich sowohl an praktizierende Coachs und Mentoren als auch an alle anderen Coaching- und Mentoring-Berufsverbände. Orientiert am europäischen Recht versteht er sich als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer freiwilligen Selbstregulierung der Branche. Der Verhaltenskodex umfasst eine Fülle von Richtlinien zur Festlegung professioneller und ethischer Standards für die Berufspraxis. Gleichermaßen adressiert er auch die Klienten von Coaching- und Mentoring-Angeboten, denen der Kodex konkrete Kriterien für die Auswahl eines seriösen Coachs bzw. Mentors an die Hand gibt.

Die im „Code of Conduct for Coaching and Mentoring“ zusammengefassten Richtlinien definieren für Coachs und Mentoren genaue Anforderungen hinsichtlich Kompetenz und Ausbildung, kontinuierlicher beruflicher Fortbildung sowie ethisch geprägter Berufsausübung. Mit Blick auf die Berufsverbände fordert der Kodex die Sicherstellung der Verbindlichkeit von Ethikstandards für alle Mitglieder sowie festgelegte Disziplinar- und Beschwerdeverfahren für eventuelle Konfliktfälle.

„Angesichts des rasanten Wachstums des Coaching-Marktes auf der Nachfrage-, vor allem aber auf der Anbieterseite wurden immer wieder Stimmen laut, die nach einer staatlichen Regulierung der Profession riefen. Hingegen gab es berechtigte Bedenken, eine von der Politik betriebene Regulierung berge Risiken für die Methodenvielfalt und damit für die Individualität des Coachings“, erinnert Bernhard A. Zimmermann, Erster Vorsitzender der ICF Deutschland, an die Ausgangssituation, aus der heraus die ICF und der EMCC ihre Gemeinschaftsinitiative starteten. Mit dem Anstoß zur freiwilligen Selbstregulierung in Gestalt des „Code of Conduct“ habe nun ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Professionalisierung der Branche gesetzt werden können. Zimmermann: „Der vom Kodex gesteckte Rahmen stellt klare Anforderungen an die Professionalität und die Qualität eines Coachs, erhält aber die Methodenvielfalt. Damit wird es vor allem den Klienten von Coaching und Mentoring, ob in Unternehmen oder im privaten Umfeld, enorm erleichtert, die Spreu vom Weizen zu trennen!“ Daher verstehe sich der „Code of Conduct“ auch als Einladung an alle Berufsverbände in Deutschland, sich der freiwilligen Selbstregulierung anzuschließen und ihre Mitglieder im gleichen Maße in die Pflicht zu nehmen, wie die ICF und der EMCC dies tun.

 

Die International Coach Federation (ICF; www.coachfederation.de) wurde 1995 in den USA gegründet und ist heute mit mehr als 18.000 Mitgliedern in über 100 Ländern – darunter mehr als 4.500 Mitglieder in 17 Staaten Europas – die größte internationale Non-Profit-Vereinigung professioneller Coachs. ICF Deutschland gibt es seit 2001, derzeit zählt die ICF in Deutschland rund 200 Mitglieder. Voraussetzung der ICF-Mitgliedschaft sind Nachweise einer fundierten Coaching-Ausbildung sowie der aktuellen Tätigkeit als Coach. Zudem ist jedes ICF-Mitglied gehalten, innerhalb dreier Jahre eine der drei ICF-Zertifizierungsstufen zu absolvieren. Die ICF-Zertifizierung, bereits 1998 eingeführt, ist die international am weitesten verbreitete und zugleich die einzige weltweit anerkannte Coaching-Zertifizierung. In zahlreichen internationalen Konzernen und Organisationen (zum Beispiel IBM und NASA) ist eine ICF-Zertifizierung Voraussetzung für die Aufnahme in den Coaching-Pool. Die Zertifizierung ist nicht an eine
Mitgliedschaft gebunden; auch verbandsunabhängige Coachs sowie Mitglieder anderer Verbände können sich durch die ICF zertifizieren lassen. Der Neutralität der ICF dient es auch, dass der Verband keine eigenen Ausbildungsinstitute betreibt.

Dem European Mentoring and Coaching Council (EMCC; www.emccouncil.org) gehören über 5.000 Mitglieder in mehr als 20 europäischen Ländern an. Sein Ziel ist die Förderung professioneller Berufspraktiken im Bereich Coaching und Mentoring. Der EMCC ist offen für Coachs und Mentoren, für Klienten von Coaching- und Mentoring-Leistungen, für Anbieter von Coaching- und
Mentoring-Ausbildungen, für Wissenschaftler sowie für alle anderen fachlich Interessierten.

Pressemitteilung zum Herunterladen

und Mentoring, die International Coach Federation (ICF) und der European Mentoring and Coaching
Council (EMCC), können einen ersten großen Erfolg ihrer Gemeinschaftsinitiative zur Professionalisierung
der Coaching- und Mentoring-Branche verzeichnen: Der von den beiden berufsständischen
Organisationen im Juni dieses Jahres verfasste Verhaltenskodex „Code of Conduct for Coaching and
Mentoring“ ist vor kurzem in die europäische Datenbank für Selbst- und Koregulierungsinitiativen
aufgenommen und damit EU-seitig offiziell anerkannt worden (siehe: http://www.eesc.europa.eu/self-andcoregulation/
full.asp?w=n&ID=142). Diese öffentlich zugängliche Datenbank wird von der Europäischen
Kommission zusammen mit dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss
(http://www.eesc.europa.eu/?i=portal.de.home) betrieben.
Der gemeinsame ICF- und EMCC-Kodex – er stellt die erste derartige Initiative auf europäischer Ebene
dar – richtet sich sowohl an praktizierende Coachs und Mentoren als auch an alle anderen Coaching- und
Mentoring-Berufsverbände. Orientiert am europäischen Recht versteht er sich als wichtigen Schritt auf
dem Weg zu einer freiwilligen Selbstregulierung der Branche. Der Verhaltenskodex umfasst eine Fülle
von Richtlinien zur Festlegung professioneller und ethischer Standards für die Berufspraxis.
Gleichermaßen adressiert er auch die Klienten von Coaching- und Mentoring-Angeboten, denen der
Kodex konkrete Kriterien für die Auswahl eines seriösen Coachs bzw. Mentors an die Hand gibt.
Die im „Code of Conduct for Coaching and Mentoring“ zusammengefassten Richtlinien definieren für
Coachs und Mentoren genaue Anforderungen hinsichtlich Kompetenz und Ausbildung, kontinuierlicher
beruflicher Fortbildung sowie ethisch geprägter Berufsausübung. Mit Blick auf die Berufsverbände fordert
der Kodex die Sicherstellung der Verbindlichkeit von Ethikstandards für alle Mitglieder sowie festgelegte
Disziplinar- und Beschwerdeverfahren für eventuelle Konfliktfälle.
„Angesichts des rasanten Wachstums des Coaching-Marktes auf der Nachfrage-, vor allem aber auf der
Anbieterseite wurden immer wieder Stimmen laut, die nach einer staatlichen Regulierung der Profession
riefen. Hingegen gab es berechtigte Bedenken, eine von der Politik betriebene Regulierung berge Risiken
für die Methodenvielfalt und damit für die Individualität des Coachings“, erinnert Bernhard A. Zimmermann,
Erster Vorsitzender der ICF Deutschland, an die Ausgangssituation, aus der heraus die ICF und
der EMCC ihre Gemeinschaftsinitiative starteten. Mit dem Anstoß zur freiwilligen Selbstregulierung in
Gestalt des „Code of Conduct“ habe nun ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Professionalisierung
der Branche gesetzt werden können. Zimmermann: „Der vom Kodex gesteckte Rahmen stellt klare Anforderungen
an die Professionalität und die Qualität eines Coachs, erhält aber die Methodenvielfalt. Damit
wird es vor allem den Klienten von Coaching und Mentoring, ob in Unternehmen oder im privaten Umfeld,
enorm erleichtert, die Spreu vom Weizen zu trennen!“ Daher verstehe sich der „Code of Conduct“ auch
als Einladung an alle Berufsverbände in Deutschland, sich der freiwilligen Selbstregulierung anzuschließen
und ihre Mitglieder im gleichen Maße in die Pflicht zu nehmen, wie die ICF und der EMCC dies tun.

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