International Coach Federation Deutschland

ICF – die Qualitätsmarke für professionelles Coaching in Deutschland

Im internationalen Vergleich ist gerade der deutsche Markt hart umkämpft – es gibt über 30 Organisationen oder Verbände, die Coachs repräsentieren und geschätzt 30 - 40.000 Personen, die sich „Coach“ nennen, viele davon mit fragwürdiger Qualifikation.

Kein Wunder also, dass das Unbehagen wächst, speziell auf Seiten der Coaching-Nehmer oder -Auftraggeber. So gaben bei einer Studie von Pricewaterhouse-Coopers 84% der Befragten mit Coaching-Erfahrung an, dass für sie eine Zertifizierung des Coachs „wichtig oder sehr wichtig“ ist.

Mitglieder der ICF in Deutschland müssen deshalb ihre Professionalität auf verschiedenen Ebenen unter Beweis stellen:

Wir erwarten den Nachweis einer fundierten Coaching-Ausbildung und Belege über die Tätigkeit als Coach. Zudem müssen Mitglieder die Ethischen Standards der ICF unterschreiben und sich damit verpflichten, die in 28 Punkten definierten Kriterien für professionelles Verhalten als Coach einzuhalten. Im Falle einer Beschwerde gibt es eine nationale und eine internationale Ethik-Kommission, die bei erwiesenem Fehlverhalten eine Verwarnung aussprechen oder den Ausschluss initiieren kann.

Ein weiteres zentrales Instrument der Qualitätssicherung ist die ICF-Zertifizierung. Sie ist die international am weitesten verbreitete und zugleich einzig weltweit anerkannte Coaching-Zertifizierung. Aktuell gibt es bereits rund 15.000 ICF-zertifizierte Coachs. In zahlreichen internationalen Organisationen (wie z.B. IBM und NASA) ist eine ICF-Zertifizierung Voraussetzung für die Aufnahme in den Coaching-Pool. Der Neutralität der ICF dient es auch, dass der Verband keine eigenen Ausbildungsinstitute betreibt.

Jedes neue ICF-Mitglied ist gehalten, innerhalb von 3 Jahren eine der drei ICF-Zertifizierungssstufen (ACC/PCC/MCC) zu absolvieren, um vollwertiges Mitglied zu bleiben. Einmal zertifizierte Mitglieder müssen sich regelmäßig weiterbilden und dies auch alle drei Jahre belegen, um sich Re-Zertifizieren zu lassen.

Der Qualifikations-Nachweis bei der Aufnahme, die unterschriebene Verpflichtung zu ethischem Handeln und hohen Standards, die weltweit anerkannte Zertifizierung und Re-Zertifizierung gibt es in dieser Konsequenz nur bei der ICF. Zusammen bilden Sie eine solide Basis für hohe Qualität und Professionalität der ICF Coachs.

Die Profession Coaching auf dem Weg zur Selbstregulierung

Angesichts des rasanten Wachstums der Coachingbranche in den letzten Jahren, sind die führenden Berufsverbände zu der Überzeugung gekommen, dass Grundregeln und Kriterien für gute Praxis sowie eine Selbstregulierung benötigt werden.

Deshalb haben ICF und EMCC eine Initiative zur Selbstregulierung der Branche vorangetrieben. Sie haben sich nicht nur auf einen Verhaltenskodex für praktizierende Coaches, Mentoren und ihre jeweiligen ihre Branchenverbände geeinigt, sondern diesen im Juni 2011 auch der Europäischen Union als Standard für die Coachingbranche vorgelegt.

Dieser „Code of Conduct for Coaching and Mentoring“ wurde nach eingehender Prüfung im September 2011 in die europäische Datenbank für Selbst- und Koregulierungsinitiativen aufgenommen und damit EU-seitig offiziell anerkannt

(siehe: www.eesc.europa.eu/self-and-coregulation/full.asp?w=n&ID=142).

Diese öffentlich zugängliche Datenbank wird von der Europäischen Kommission zusammen mit dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (www.eesc.europa.eu/?i=portal.de.home) betrieben.

Zwischenzeitlich hat auch der nächste große internationale Coachingverband, die Association for Coaching (AC) den Kodex anerkannt.

Der gemeinsame ICF-, EMCC- und AC-Kodex stellt die erste derartige Initiative auf europäischer Ebene dar und richtet sich sowohl an praktizierende Coachs und Mentoren als auch an alle anderen Coaching- und Mentoring-Berufsverbände. Orientiert am europäischen Recht versteht er sich als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer freiwilligen Selbstregulierung der Branche. Der Verhaltenskodex umfasst eine Fülle von Richtlinien zur Festlegung professioneller und ethischer Standards für die Berufspraxis.

Gleichermaßen adressiert er auch die Klienten von Coaching- und Mentoring-Angeboten, denen der Kodex konkrete Kriterien für die Auswahl eines seriösen Coachs bzw. Mentors an die Hand gibt. Die im „Code of Conduct for Coaching and Mentoring“ zusammengefassten Richtlinien definieren für Coachs und Mentoren genaue Anforderungen hinsichtlich Kompetenz und Ausbildung, kontinuierlicher beruflicher Fortbildung sowie ethisch geprägter Berufsausübung. Mit Blick auf die Berufsverbände fordert der Kodex die Sicherstellung der Verbindlichkeit von Ethikstandards für alle Mitglieder sowie festgelegte Disziplinar- und Beschwerdeverfahren für eventuelle Konfliktfälle.

Die Richtlinien für praktizierende Coaches umfassen:

  • Kompetenz
  • Ausbildung
  • Kontinuierliche berufliche Fortbildung
  • Ethikstandards

Die Richtlinien für Berufsverbände umfassen:

  • Sicherstellung der Verbindlichkeit von Ethikstandards für ihre Mitglieder
  • Disziplinar- und Beschwerdeverfahren für ethische Fragen
  • Ein unabhängiges Organ für die Beobachtung und Sanktionierung von Verstößen gegen den Verhaltenskodex

Der vom Kodex gesteckte Rahmen stellt klare Anforderungen an die Professionalität und die Qualität eines Coachs und erhält gleichzeitig die Methodenvielfalt. Aus unserer Sicht erleichtert er vor allem den Klienten von Coaching - ob in Unternehmen oder im privaten Umfeld - die Auswahl professionell arbeitender Coaches und erhöht die Sicherheit, das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

ICF-Deutschland versteht den „Code of Conduct“ auch als Einladung an andere Coaching-Berufsverbände in Deutschland, sich der freiwilligen Selbstregulierung anzuschließen und ihre Mitglieder im gleichen Maße in die Pflicht zu nehmen, wie die ICF, EMCC und AC dies tun.

International wird der Kodex in der Global Coaching Mentoring Alliance (GCMA) weiterentwickelt. Details finden Sie hier.

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