International Coach Federation Deutschland

Bericht vom Chapterevent 25. Februar 2017

Transformationsprozesse im Einzel- und Gruppencoaching

Diese Überschrift hatte Anna Dollinger, Diplom-Psychologin, ACC, Mitglied, für ihren Workshop gewählt und zu einem außergewöhnlichen Samstag in die Büroräume ihres Unternehmens noesis nach Leonberg eingeladen.

Im Zentrum des Austausches standen die Anforderungen an „Leadership 4.0“ – der Führung unter den Bedingungen einer weitreichenden Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Führungsaufgaben stehen aktuell im Spannungsfeld

·         der fortschreitenden Digitalisierung,

·         der Globalisierung und einer

·         zunehmenden Diversität.

Das Beratungsunternehmen noesis besteht seit 25 Jahren und beschäftigt sich mit Themen rund um „Kunst und Handwerk der Veränderungsmotivation“. Wie Anna Dollinger und ihre Mitarbeiter/innen praktisch in einem Veränderungsprojekt vorgehen, durften die Teilnehmer/innen anhand dreier ausgewählter Methoden unmittelbar erleben.

Zunächst stellte Anna Dollinger die Veränderungsformel vor, mithilfe derer Führungskräfte die notwendigen Schritte zur Vermittlung von Veränderungsprozessen zunächst sich selbst und dann auch ihren Mitarbeiter/innen klar und transparent verdeutlichen können. Werden sowohl Schubmotivation, Zugmotivation als auch die Fähigkeiten und Ressourcen, die für die Veränderung benötigt werden, eindeutig identifiziert, kann darauf eine „Sprungbrett-Rede“ aufgebaut werden, welche Mitarbeiter/innen motiviert, einen Veränderungsprozess aktiv mitzugehen und zu unterstützen. Die Vorstellung dieser Methode löste einen angeregten Austausch unter den Teilnehmer/innen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen aus. Coaches in Unternehmen und externe Coaches brachten ihre Erfahrungen mit der Begleitung von Veränderungsprozessen ein und reflektierten diese auf dem Hintergrund der Methode.

Kommunikations-Skylines entwerfen“ war die zweite Methode: Umfassende Veränderungen im Unternehmen oder außergewöhnliche Ereignisse (wie beispielsweise das unerwartete Ausscheiden zentraler Führungskräfte) können große Unruhe und Unsicherheit bei Beschäftigten in Unternehmen auslösen. Mit solchen Ereignissen kann jedoch nur erfolgreich umgegangen werden, wenn deren Vermittlung durch ein professionelles Kommunikationskonzept unterstützt wird. Anna Dollinger stellte uns in ihrem „Leitfaden zur Erstellung eines Kommunikationskonzepts“ die erforderlichen Eckpunkte für die professionelle Information und Kommunikation in den jeweiligen Veränderungsphasen.

Die Veränderungsmatrix als dritter methodischer Ansatz verdeutlicht, welche individuellen und kollektiven und welche subjektiven und objektiven Kriterien und Haltungen bei Menschen eine Rolle bei Veränderung spielen und wie diese als Hebel für Veränderungen angeboten und eingesetzt werden können.

Fazit: Eine sehr interessierte, transformations-erfahrene und neugierige Teilnehmergruppe erlebte einen ausgesprochen anregenden und inspirierenden Vormittag in bester Atmosphäre, der mit einem gemeinsamen Mittagessen zum weiteren Austausch und zum Networking endete.

Vielen herzlichen Dank an Anna Dollinger, die sich sowohl fachlich intensiv als auch als Gastgeberin in ihren Büroräumlichkeiten offen und großzügig gezeigt und uns damit diesen anregenden kollegialen Austausch ermöglichte.

Ausblick: Zuspruch gab es zum Format, ein ICF-Chapterevent zur Abwechslung an einem Samstag und in der Region Stuttgarts zu veranstalten. Das Team der Chapterhosts wird diese Anregung für das Programm 2018 gerne aufnehmen.

Gabriele Maier-Güttler


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