International Coach Federation Deutschland

Petra AndresIch habe versprochen, einen kurzen Artikel über die globale ICF Konferenz zu schreiben, die vom 24. bis 26. August in Washington DC stattfand.  

Aber wie schreibe ich "kurz" über das, was ich in den letzten Tagen erlebt habe? Was mich begeistert und bewegt hat, von den Impulsen und Erkenntnissen, den Menschen, Begegnungen und Momenten, von denen ich noch lange zehren werde? 

Ich versuche es ganz von vorne: 

Im letzten Jahr war ich von der Science of Coaching Konferenz in Phoenix begeistert. Dort hieß es: "Du musst zur globalen Konferenz kommen, die ist noch viel besser!" Gesagt, getan - als im Februar die Einladung kommt, melde ich mich an. 

Ab da bekomme ich regelmäßig Emails mit Teasern, Informationen, Videos und Umfragen. Die Spannung und die Vorfreude steigen. 1.600 Coaches haben sich angemeldet. Es wird Neighborhoods geben und eine Unconference. Aha!? 

Es gibt auch eine App, über die man die Referenten und die Folien, Handouts und vor allem die anderen Teilnehmer/innen sehen kann. Coaches aus 60 Ländern - aus Neuseeland und Peru, aus Saudi Arabien und Südafrika. Aha!!  

Ein paar Tage vor der Konferenz plane ich über die App, was aus dem großen Angebot ich nutzen möchte. Das Spektrum ist breit:  

  • Wie formuliere ich meine USP, setze ich Preise, drehe ich Videos, nutze ich LinkedIn und andere Themen rund um Vermarktung und Positionierung in der "Development Zone".  
  • Wie unterstützen wir mit Coaching den sozialen Wandel, den die Welt so dringend braucht und andere Themen rund um den "Turning Point". 
  • Skills, Methoden, Cases und Mentoring rund um Coaching im "Community Center". 
  • Und schließlich Science of Coaching in der "Converge University". 

Ich kann mich nicht entscheiden, alles klingt verlockend und spannend. Am Schluss besuche ich einen Improv Workshop für Coaches, lerne über neue Erkenntnisse der Motivationstheorie, Fierce Ownership, wie Erkenntnisse der Bindungstheorie im Coaching genutzt werden können, die Rolle von Humor am Arbeitsplatz, Clean Language Coaching und wie ich Videos drehe für meine Website.  

Meine größten Highlights sind: 

Sachiko Ikushima aus Japan, die ihre Coachingphilosophie in einem sehr ungewöhnlichen Workshop erläutert - wir erleben das Prinzip des Watashitachi (wir), indem wir in Fünfergruppen arbeiten und mit nur 8 Fingern (jeweils 2 Finger von 4 Leuten) eine Person hochheben - manche Teams schaffen gut 75 cm Höhe! Die größte Erkenntnis am Schluss: Das Watashi (ich) ist immer Teil von Watashi-tachi (wir). Was für eine Message in einem Raum, wo die meisten aufgewachsen sind mit "there is no 'i' in 'team'"!   

Für die Unconference gibt es vorher per Umfrage gesammelte Themen und die Ansage: Tauscht Euch aus - wer auch immer kommt, ist die richtige Person, und was auch immer passiert, ist das, was sein soll. Eigentlich soll jeder nach einer Runde das Thema wechseln. Nach einer größeren ersten Runde bleiben Natalia aus Mexico City, Kara aus Oregon, Zerrin aus Ankara und ich aber sitzen und sprechen weiter über "how to coach a new generation of leaders and change makers". Wir spüren alle vier, dass da etwas entsteht, das wir nicht gehen lassen wollen... und beschließen, über die nächsten Wochen gemeinsam ein Buch zu lesen und zu besprechen. Wir vertrauen auf die Ansage: Was auch immer dann passiert, soll sein. 

Ich bin alleine auf diese Konferenz gefahren. Von Mittwochabend bis Samstagmittag gab es nicht eine Minute, in der ich mich alleine gefühlt habe - jeder, wirklich ausnahmslos jeder, den ich getroffen habe, war offen. So wie Evy: Sie hat einen Tisch reserviert für sechs Leute, kennt aber nur einen anderen. Ich gehe mit und auf dem Weg treffen wir noch drei andere. Voilà, sechs Personen!  

Ich könnte noch seitenweise schreiben über die inhaltlichen Impulse, die spannenden Buchtipps, die wertvollen Hinweise und Erkenntnisse. Aber ohne all das auch nur ansatzweise verdaut zu haben, weiß ich eines sicher: Ich bin beim nächsten Mal wieder dabei!  

Und bis dahin erzähle ich gerne ausführlicher am Telefon, bei einem ICF-Chapterabend oder bei einem Kaffee. 

Petra Andres, petra-andres.de  

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