International Coach Federation

Marktanalyse des Coachingmarktes

Im Juni Newsletter 2020 hatten wir Sie um die Beantwortung einer kleinen Marktanalyse des Coachingmarktes 1. Quartal 2020 im Vergleich zum 2. Quartal 2020 gebeten. Wir danken den 25 Coach-Kolleg/innen, die sich Ende Juni/Anfang Juli 2020 die Zeit genommen haben, an dieser Befragung teilzunehmen.

 

Die Ergebnisse – kurz und knackig zusammengefasst:

Frage 1: Im 2. Quartal 2020 habe ich als Coach die Nachfrage nach Coaching von 44 % der Befragten als gleichbleibend, von 4 % der Befragten als erhöht und von 52 % als niedriger wahrgenommen.

Frage 2: Im 2. Quartal 2020 war mein Umsatz aus Coachings gleichbleibend (40 % der Befragten), höher (12 % der Befragten) und niedriger als im Vergleich zum 1. Quartal 2020 (48 %).

Frage 3: 96 % der Befragten haben im 2. Quartal 2020 die Preise für eine Coachingstunde nicht verändert und 4 % der Befragten haben den Preis erhöht.

Frage 4: 52 % der Befragten haben im 2. Quartal 2020 Pro-Bono-Coaching im gleichen Umfang wie im 1. Quartal 2020 angeboten, 44 % haben Pro-Bono-Coaching im höheren Umfang angeboten. Ein Befragter sagte aus, dass viel Pro-Bono-Coaching stattgefunden hat.

Die Antworten bei der Frage, was in dieser Situation stärkend und nützlich erlebt wurde, waren vielfältig und reichten von (geclusterte Zusammenfassung):

  • Austausch im Kollegenkreis, in Netzwerken, in der Community
  • Fortbildung, gemeinsames Lernen, Zertifizierung
  • Digitalisierung und Online-Tools
  • Eigene Resilienz stärken
  • Einkommensteuer, Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung checken

Was wünsche ich mir von meinem Coachingverband ICF in dieser Situation (geclusterte Zusammenfassung):

  • Medienpräsenz, Lobbyarbeit in Richtung Politik und Öffentlichkeit, Soforthilfen
  • Fragwürdige Praktiken von Coachingplattformen mit ICF – Logo adressieren
  • Austausch und Virtual Education auch tagsüber anbieten (nicht nur in den Abendstunden), konkrete Praxisfälle, Datenschutz bei Online-Aufträgen
  • Ideen und Community für Mitglieder
  • Qualitätscoaching herausstellen
  • Sichtbarkeit im ICF Coachfinder erhöhen
  • Transparenz und aktuelle Marktzahlen veröffentlichen
  • Ideen und Community für Mitglieder
  • Welche Art von Unterstützung brauchen die „notleidenden“ ICF Mitglieder?

 

Unsere Schlussfolgerungen aus dieser Befragung:

Diese Befragung gibt eine erste Orientierung darüber, wie die Befragten das 2. Quartal im Vergleich zum 1. Quartal 2020 erlebt haben. Inwieweit diese Ergebnisse im Hinblick auf den gesamten deutschen Coachingmarkt verallgemeinerbar sind, ist angesichts der geringen Zahl der Beantwortungen fraglich, allerdings scheint es einen ersten ableitbaren Trend zu geben: Im 2. Quartal 2020 gibt es keine „einheitlichen“ Auswirkungen auf den Coachingmarkt. Das könnte u.a. daran liegen, wie lange ein/e Coach bereits im Geschäft ist bzw. wie spezialisiert die/der Coach ist.

Deshalb wird es notwendig und nützlich sein, die Ergebnisse der ICF Global Studie „COVID-19 and the Coaching Industry“ abzuwarten, um konkrete Schlussfolgerungen für den deutschen Coachingmarkt abzuleiten.

Unsere nächsten konkreten Schritte sind:

  • Weitere Stärkung der Coach-Community durch Open Spaces und World Cafés tagsüber
  • Fragwürdige Praktiken von Coachingplattformen mit ICF – Logo adressieren
  • Bekanntheit des ICF Coachfinders steigern, um die Sichtbarkeit von Coaches zu erhöhen
  • Praktische und individuelle Unterstützung durch ICF-Coaches: Pro-Bono-Programm „Coaches4Coaches“ https://www.surveymonkey.de/r/8RJSJJL für notleidende Mitglieder nutzen

 


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