International Coach Federation Deutschland

supervision

Supervision für Coaches

Supervision ist ein Angebot für Menschen, die mit Menschen arbeiten. In der Supervision für Coaches wird diese Beziehungsarbeit reflektiert. Ziele sind Qualität im Coaching steigern und psychische Gesundheit für den Coach sichern. 

Wir als ICF Coaches haben uns im Frühjahr 2021 zusammen gesetzt mit dem Ziel, Supervision für die Mitglieder des Verbands bekannter und erlebbarer zu machen.

Auf dieser Seite finden Interessent:innen eine Liste von ICF Coaches, die neben der Coachingausbildung auch eine Supervisionsausbildung absolviert haben. Wer diese Kriterien erfüllt und gerne aufgenommen werden möchte, wendet sich bitte an supervision@coachfederation.de.

Diese Kolleg:innen bieten Einzel – und Gruppensupervision in verschiedenen Formaten. Nehmen Sie Kontakt auf – und informieren Sie sich gerne persönlich:
 

Andres, Petra
PCC, Accredited Supervisor EMCC Global
Nur virtuell, Telefon: 0049 (160) 447 44 00
E-Mail: mail@petra-andres.com
www.petra-andres.com

Küffner, Ute
MCC
69121 Heidelberg, Telefon: 0049 (6221) 586 39 71
E-Mail: ute@essenceleadership.com
www.essenceleadership.com

Müller, Monika (Koop)
MCC
65189 Wiesbaden, Telefon: 0049 (611) 204 72 98
E-Mail: monika.mueller@fcm-coaching.de


Tepp, Volker
10551 Berlin, Telefon: 0049 (151) 12 12 12 03
E-Mail: v.tepp@coachinginstitut.berlin
 

Donata Urschel, Maren
ACC
10777 Berlin, Telefon: 0049 (171) 767 11 77
E-mail: maren@fruitfulcoaching.com
www.coachingconstellations.de

Wewers, Oxana
PCC
40472 Düsseldorf und virtuell, Telefon: 0049 (163) 882 88 99
E-Mail: oxana@wewers-coaching.de

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Supervision (lateinisch: Über-Blick) ist eine Form der Begleitung, die zur Reflexion des eigenen Handelns und der Wirkung dieses Handelns anregen sowie die Qualität professioneller Beziehungsarbeit steigern und die psychische Gesundheit sichern soll.

Supervisionen werden von Supervisor:innen geleitet, die einen Rahmen gestalten, der die Supervisanden zu einem Reflexionsprozess anregt. Die Supervisanden bereiten sich vor und entscheiden, welche Themen/Fragen sie einbringen. Die Supervisor:innen nehmen die Fragen an und führen den Prozess. Es beginnt ein kontinuierlicher Prozess der Reflexion, der durch themen- und fallgeleitetes, eher zielfreies Vorgehen geprägt ist. Die Supervisand*innen profitieren von der offenen und freien Atmosphäre, in der sie sich auch mal zurücklehnen und ohne direkten Leistungsanspruch und „liefern“ zu müssen ihren Blick auf die Arbeit mit ihren Klienten richten können. Mit der Zeit entwickelt sich die professionelle Persönlichkeit der Supervisandin und damit ihre Kreativität und Handlungskompetenz immer weiter. Ein Ende gibt es bei diesem ressourcenvollen Vorgehen nicht.
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Ankündigung der Veranstaltungsreihe

Was ist Coaching Supervision und wie kann sie mir nützen? -
mit Ute Küffner und Maren Donata Urschel

Wann: 02.03.2022 von 17.30 bis 19.00 Uhr
Wo: online via Zoom

In den letzten Jahren hat sich die Coaching Supervision zunehmend als fester Bestandteil der Weiterbildung und Qualitätssicherung für Coaches etabliert. Dieser Einführungsworkshop richtet sich an Coaches, die mehr über die Coaching Supervision erfahren möchten und wie sie sie in ihrer Coaching Praxis unterstützen kann. Teilnehmer haben die Möglichkeit über ein Thema aus der eigenen Coaching Praxis zu reflektieren und sich in kleinen Gruppen auszutauschen. Der Workshop ist Teil einer neuen Veranstaltungsreihe, die die Coaching Supervision in ihren verschiedenen Facetten näher bringt und erfahrbar macht.

Anmeldung: In Kürze


Schnupper-Supervision für Coaches der ICF -
mit Volker Tepp und Petra Andres

Wann: 02.03.2022 von 19.00 bis 20.30 Uhr
Wo: online via Zoom

Supervision unterstützt Coaches bei der Reflexion der eigenen Arbeit. Dabei versteht sich Supervision als Reflexion beruflicher Erfahrungen in Bezug auf die Person, die Beziehungen, das System oder Handlungsansätze mit dem Ziel zur Selbsthilfe. Die Coaches als Falleinbringer:innen entscheiden dabei mit, welcher Fokus ihnen wichtig ist. Aufgabe der Supervision ist die fachliche Reflexion mit geeigneten Methoden und Handlungsansätzen. In der Supervision erleben die Coaches ein tieferes Verständnis der eigenen Arbeit, reflektieren ihre Hypothesenbildung und Methodenansätze und die daraus folgenden Konzeptualisierungen. Ebenso geht es aber auch um die Themen Kontakt, Konflikte oder auch alternative Deutungen. Supervision unterstützt die Qualitätssicherung der eigenen Coachingarbeit.
In dieser Session gibt es die Möglichkeit, eigene Coachingfälle einzubringen und vor der Gruppe durch eine/n Supervisor:in zu betrachten.

Anmeldung: In Kürze

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Vom Wachsen als Coach und als Mensch

 

Seid Ihr schon einmal aus einem Coaching-Gespräch gekommen und hattet das Gefühl, dass irgendetwas nicht ganz gepasst hat? Dass irgendetwas „hinter den Kulissen“ vorging, im Hier und Jetzt nicht präsent war, aber irgendwie wichtig gewesen wäre? Oder dass Ihr ein wunderbares, transformatives Gespräch geführt habt, aber auf Anhieb nicht wüsstet, wie genau das gekommen ist?

Wo geht Ihr in diesen Momenten mit Euren Fragen und Gedanken hin?

Vielleicht macht Ihr sie mit Euch selbst aus oder sie verschwinden wieder, weil die Hektik des Alltags sie mit neuen, dringenderen Themen wegspült. Vielleicht lest Ihr gezielt nach oder hört Podcasts. Oder Ihr habt Kolleg*innen, denen Ihr vertraut und mit denen Ihr Euch austauscht.

Wir sind Coaches. Unsere Arbeit findet in Beziehung statt. Und wir kommen in diese Beziehung als Coach und als Mensch. Coach und Mensch wirken aktiv in der Beziehung zu unseren Klienten und beide werden beeinflusst durch sie. Techniken, Interventionen, Modelle und Tools lassen sich lernen und stehen unbeeinflusst zur Verfügung. Damit aber der Coach als Mensch hinter diesen Instrumenten fit-for-purpose bleibt, braucht es Bewusstheit in der einzelnen Coaching-Beziehung und darüber hinaus: wie geht es mir? Worauf reagiere ich? Woran erinnert mich das? Wo kommt diese Dynamik zwischen uns her? Wo reinszeniert sich in unserer Beziehung etwas, was für den Coachee (oder mich) im Alltag ein Thema ist?

Oft, wenn wir bewusst eine solche Meta-Ebene einnehmen und reflektieren, erwachsen aus dem Verstehen einzelner Situationen wichtige Erkenntnisse, die allgemein gültig sind. Wir erkennen Muster, auf die wir reagieren und deswegen achten müssen. Wir gestalten Routinen, die uns helfen, im Hier und Jetzt präsent zu bleiben. So wachsen wir nach und nach an unseren Erfahrungen – als Coach und als Mensch. Dabei hat dieses Wachstum kein Ende: Jeder Klient, jede Beziehung ist neu, findet in einem neuen System statt, in einem anderen Zusammenhang, zu einer anderen Zeit – und birgt in dieser neuen Konstellation wieder ganz neue Facetten oder Erkenntnisse.

Wie kann man dieses Wachstum bewusst fördern?

Der Besuch einer Konferenz oder ein weiteres Buch sind hier nur begrenzt hilfreich. Blinde Flecken und neues Terrain brauchen ein Gegenüber, wenn wir wirklich hinschauen wollen. Aber wen? Das eben beschriebene Lernen ist nicht gezielte Arbeit auf eine angestrebte Veränderung hin, es ist auch nicht besseres Verstehen von Kompetenzen oder Vorbereitung auf eine Zertifizierung. Anders als Coaching oder Mentorcoaching hat dieser Prozess kein definiertes Ende, denn wir sind laufend in Beziehungen und laufend fallen Erkenntnisse an, aus denen wir lernen können. Wir müssen nur den Raum schaffen, es auch zu tun, und jemanden haben, der uns genau bei dieser Arbeit gezielt unterstützen kann.

Die regelmäßige Reflexion von Fällen ist ein ursprünglich aus der Sozialarbeit bekanntes Konzept. Mehr und mehr Berufsgruppen, die wie Coaches vornehmlich in Beziehung arbeiten und für ihre Klienten „Raum halten“ müssen, haben es sich seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts zur Routine gemacht, regelmäßig auf die Meta-Ebene zu gehen, um Überblick oder Super-Vision zu gewinnen. Supervision ist hier ein fester Bestandteil der Arbeit und der nachhaltigen Sicherung ihrer Qualität.

Zunehmend nutzen auch Coaches diese Möglichkeit. Kunden fragen gezielt nach, ob der Coach auch in professioneller Supervision ist. ICF hat sich zum Thema offiziell positioniert: Supervision wird empfohlen und als Continued Education bei der Re-Zertifizierung anerkannt. Coach Supervision ist insofern gleichzeitig nicht neu und in den Kinderschuhen.

Es gibt eine Reihe von Supervisoren im ICF Deutschland. Wir sind einerseits dafür ausgebildet, die Reflexion von Fällen zu begleiten, und andererseits bekannt und verbunden dem ethischen und konzeptionellen Rahmen des ICF. Wir Supervisoren im ICF Deutschland haben es uns zum Ziel gesetzt, Supervision und ihren Wert für den Coach und seine Klienten bekannter zu machen. Hierzu werden wir regelmäßig Artikel im Newsletter schreiben. Und weil man manche Dinge einfach erlebt haben muss, wollen wir vor allem Möglichkeit zum Schnuppern geben: Im Rahmen des Virtual Learning oder bei Chapter-Treffen.

Haltet Ausschau nach unseren Angeboten - wir freuen uns auf den Austausch mit Euch und darauf, gemeinsam Coaching noch besser zu machen!

Autorin: Petra Andres
Bild: Photo by Road Trip with Raj on Unsplash

 

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News

18 Feb 2021

Betrifft ICF Zertifizierungen, die am 31.12.2020 abgelaufen sind


Frist für die Verwendung einer abgelaufenen Zertifizierung geht am 28. Februar 2021 zu Ende, was tun?

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05 Feb 2021

ICF Global Coaching Study 2020 veröffentlicht


Laut ICF Global Coaching Study 2020 sind Hindernis Nr. 1 für den Coaching-Beruf unausgebildete Personen, die sich als Coaches bezeichnen.

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